Wohneigentum

Die Mittel der beruflichen Vorsorge dürfen verwendet werden für:
a) Erwerb und Erstellung von Wohneigentum
b) Beteiligung an Wohneigentum
c) Rückzahlung von Hypothekardarlehen

Die versicherte Person darf die Mittel der beruflichen Vorsorge gleichzeitig nur für ein Objekt verwenden. Zulässige Objekte des Wohneigentums sind:
a) die Eigentumswohnung
b) das Einfamilienhaus

Zulässige Formen des Wohneigentums sind:
a) das Eigentum
b) das Miteigentum, namentlich das Stockwerkeigentum
c) das Gesamteigentum der versicherten Person mit ihrem Ehegatten
d) das selbständige und dauernde Baurecht

Bis drei Jahre vor Entstehung des Anspruches auf Altersleistungen kann die versicherte Person Mittel aus der beruflichen Vorsorge vorbeziehen oder verpfänden.

Bis zum 50. Altersjahr kann die versicherte Person einen Betrag bis zur Höhe der aktuellen Freizügigkeitsleistung beziehen oder verpfänden.

Versicherte, die das 50. Altersjahr erreicht bzw. überschritten haben, dürfen höchstens die Freizügigkeitsleistung auf die sie im 50. Altersjahr Anspruch gehabt hätten oder die Hälfte im Zeitpunkt des Bezuges in Anspruch nehmen.

Vorbezug

Für den Vorbezug gilt ein Mindestbetrag von CHF 20'000.00. Bezüge sind zudem nur alle fünf Jahre zulässig. Bei einem Vorbezug werden die Invaliditäts- oder Todesfallleistungen bei der VSAO Stiftung für Selbständigerwerbende nicht gekürzt.

Ein Vorbezug wird sofort besteuert. Detaillierte Auskünfte über Modalitäten und Höhe erteilt das zuständige kantonale Steueramt. Die Stiftung ist verpflichtet nach der Auszahlung des Kapitals den Vorbezug der Eidgenössischen Steuerverwaltung zu melden.

Ebenfalls meldet die Stiftung beim zuständigen Grundbuchamt die Anmerkung einer Veräusserungsbeschränkung an.

Eine Rückzahlung ist jederzeit möglich, aber der Mindestbetrag beträgt CHF 20'000.00. Ist der ausstehende Betrag des Vorbezuges kleiner als der Mindestbetrag, so ist die Rückzahlung in einem einzigen Betrag zu leisten. Die Stiftung hat der versicherten Person die Rückzahlung des Vorbezuges auf dem von der Eidgenössischen Steuerverwaltung herausgegebenen Formular zu bescheinigen.

Formular WEF - Vorbezug

Merkblatt zur Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen Vorsorge

Verpfändung

Bei einer Verpfändung werden dem Hypothekargläubiger die Vorsorgeansprüche als Sicherheit angeboten. Es können verpfändet werden:
a) Sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche auf Vorsorgeleistungen im Alter, bei Invalidität oder Tod.
b) Ein festgesetzter Betrag bis zur Höhe der Austrittsleistung.

Die Verpfändung selber wird nicht besteuert. Eine Besteuerung erfolgt erst bei allfälliger Inanspruchnahme des Pfandes durch den Pfandgläubiger.

Die schriftliche Zustimmung des Pfandgläubigers ist soweit die Pfandsumme betroffen ist, erforderlich für:
a) die Barauszahlung der Freizügigkeitsleistungen
b) die Auszahlung der Vorsorgeleistungen
c) die Übertragung eines Teils der Freizügigkeitsleistung infolge Scheidung auf eine Vorsorgeeinrichtung des anderen Ehegatten.

Formular WEF - Verpfändung

Merkblatt zur Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen Vorsorge

Kennzahlen

Provisorischer Deckungsgrad

per 30.09.2017: 117.9%

Kumulierte Rendite

vom 01.01.2017
bis 30.09.2017: 5.96%

Definitive Zinssätze

ab 01.01.2017
bis 30.06.2017
auf allen Konti: 2.00%

Provisorische Zinssätze

ab 01.07.2017
auf allen Konti: 3.00%

Zinssätze (Überblick)

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